Säulenbau und Sockelelemente

Ideen aus Leichtbeton

Wenn Sie eine Säule, ein Sockelelement oder ein Blumenpodest kostengünstig bauen wollen, dann folgen Sie der Anleitung.

 

 


Rezept – Der Hobbytong
Der Tipp ist aus der Hobbythek von Jean Pütz

Um einen Leichtbeton herzustellen verwendeten wir proteinhaltiges Shampoo in das wir noch ein paar Eier hinein geschlagen haben.
Das Protein im Shampoo, Eiweiß und Eigelb sorgen für stabile Schaumblasen. Zugleich sorgen sie dafür, dass die Schaumblasen nicht zu grob werden, in gewisser Weise bremsen sie die Schaumbildung.

Folgende Mischung hat sich bei uns bewährt:

•   3 – 3,5 kg Zement (F 45)
•   1 – 2 Liter feiner Spielsand
•   1 Liter Wasser
•   50 g proteinhaltiges Shampoo
•   2 Eier

Angemacht wird die Mischung in einem Plastikeimer.
Das Wasser, das Shampoo und die Eier werden mit einem Farbenquirl bei etwa 400 Umdrehungen pro Minute schaumig geschlagen.
Damit der Schaum nicht allzu sehr aufquillt, werden bereits beim  Schaumschlagen 100 Gramm Zement eingerieselt.
Unter weiterem Quirlen werden der restliche Zement sowie der Sand hinzu  gegeben.
Man erhält schließlich eine sämige,leicht-flüssige Betonmasse. Zum Mischen eignet sich eine Bohrmaschine mit Farbenquirl.

Sockelelemente  lassen sich vielseitig verwenden:

saeulenfuss
Fertig gegossen

Als Sockel eines Glastisches oder einer Bank oder ganz einfach zur Zierde.
Sie sind absolut wetterfest und können daher auch im Garten oder auf dem Balkon ohne jede Pflege überdauern.

Um aus unserem Leichtbeton ein Gusselement herstellen zu können,muss eine Form gewählt werden, in der der Beton erstarrt.

Material

•   Umzugskarton
•   Styroporplatten 20 mm stark
•   Abdeckfolie
•   Kaninchendraht
•   Holz-Dreikantleiste ca 20X20mm
•   Holzlatten
•   Schnur

Der zusammen gefaltete Karton wird zunächst mit Plastikplane ausgelegt.  Feuchtigkeit kann die Pappe so nicht aufweichen.

Die Styroporplatten werden mit einem Teppichmesser so zurecht geschnitten,
dass sie den Boden und die Seiten des Kartons pass genau auskleiden

Platten eingepasst

In die Platten können nun phantasievolle Muster und Ornamente geschmolzen werden.
Dazu wird z. B. ein Metalllöffel mit Hilfe einer Lötlampe erhitzt (Schutzhandschuhe!) und in das Styropor gedrückt.
Die eingebrachten Vertiefungen bilden sich später als Betonreliefs ab.

mit Löffel eingebranntes Ornament

In sämtliche Kanten werden schließlich Dreieckleisten eingeklebt.
Dadurch werden scharfe Betonkanten vermieden,
und das Element gewinnt optisch an Leichtigkeit.

Dreiecksleisten

Ein eingefügter Zylinder aus Kaninchendraht verleiht zusätzliche Stabilität.Mit Schnur und ein paar Latten wird die Verschalung schließlich von außen verstärkt, damit sie sich nicht unter dem Druck des Betons nach außen wölbt.
Ein eingeklebter Styroporkern bringt zusätzliche Leichtigkeit


Vor dem Ausgießen muss die Verschalung innen sorgfältig mit billigem Salatöl eingefettet werden. Auf diese Weise lässt sich die Form später besser vom Beton lösen.

Der Beton wird schließlich vorsichtig mit einer kleinen Schaufel eingefüllt. Damit sich keine Blasen bilden, sollte dabei der Karton mehrmals leicht gerüttelt werden. Zum Schluss wird die Oberfläche der Form, die bis an den Rand gefüllt wird, mit einer Leiste glatt gestrichen.
Nach etwa einer Woche kann das Kunstwerk vorsichtig ausgeschalt und
bewundert werden.


Die Säule

Das Oberteil der Säule ist aus Styropor gebaut (lässt sich gut mit Silikon verkleben), dann mit billigem Fliegengitter aus dem Baumarkt und einer Spachtelmasse aus Acryl siehe hier
rings rum verkleiden.

Gut trocknen lassen und Unebenheiten wegschleifen, eventuell nachspachteln.

Das Mittelstück besteht aus einer stabilen Teppichrolle (im Baumarkt, oder Teppichmarkt nachfragen),
die genau so wie das Oberteil bearbeitet wird.

Die Kordel ist aus Wolle gemacht, die man in die etwas verdünnte Spachtelmasse taucht (gut vollsaugen lassen), dann ausdrücken und um die bearbeitete und getrocknete Teppichrolle modeliert, zum Schluß noch ein Gips oder Holzornament auf die Kordel drücken und mit Acrylspachtel bearbeiten.

Alles trocknen lassen, zusammenbauen (zum Verkleben Silikon,
wegen der Flexibilität nehmen),
eventuelle Ritzen mit Acrylspachtel füllen, nochmal nachschleifen und farblich gestalten.

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